Veranstaltungen 2026

Esther Kinsky: Schiefern/Slates
Reading and Roundtable Discussion
09. Oktober 2026, 17:45 Uhr, Kasernen, Store Scenen (1585)
Langelandsgade 139, 8000 Aarhus C
Esther Kinsky’s 2020 poetry collection Schiefern (Slates) revolves around the Slate Islands in the Scottish Hebrides, where slate was extracted on massive scales. Today, the old quarries and shafts are abandoned, and the island are riddled with uninhabited
postindustrial ruins. We are confronted with a poetic gaze that fathoms the rocky terrain with poignant precision, unfolds layers of deep time as well as human-made traces, and reflects on question of memory, loss and absence. Not least through their particular
formal arrangement and sensory-material qualities, the poems raise questions about how the specificity of a place can be rendered in language, how writing relates to the inorganic material qualities of stones, and how senses like hearing, seeing, and touch resonate
with more than human environments.
Esther Kinsky will read from Schiefern in German, accompanied by a first-time reading of Brad Harmon’s English translation.
Esther Kinskys Gedichtband „Schiefern“ aus dem Jahr 2020 dreht sich um die Schieferinseln der schottischen Hebriden, auf denen Schiefer in großem Umfang abgebaut wurde. Heute sind die alten Steinbrüche und Schächte verlassen, und die Inseln sind übersät mit unbewohnten
postindustriellen Ruinen. Wir werden mit einem poetischen Blick konfrontiert, der das felsige Gelände mit eindringlicher Präzision ergründet, Schichten der Tiefenzeit ebenso wie von Menschenhand geschaffene Spuren entfaltet und über Fragen der Erinnerung, des Verlusts und der Abwesenheit nachdenkt. Nicht zuletzt durch ihre besondere
formale Anordnung und ihre sinnlich-materiellen Qualitäten werfen die Gedichte Fragen auf, wie sich die Spezifität eines Ortes in Sprache wiedergeben lässt, in welcher Beziehung das Schreiben zu den anorganischen materiellen Eigenschaften von Steinen steht und wie Sinne wie Hören, Sehen und Tasten
mit übermenschlichen Umgebungen in Resonanz treten.
Esther Kinsky wird aus „Schiefern“ auf Deutsch lesen, begleitet von einer Erstlesung der englischen Übersetzung von Brad Harmon.

KOOB bei Aarhus Jazz Festival
04. Juli 2026, 20:00 Uhr, A-Huset - Institut for (X)
KOOB spielt bei beim Jazz Festival in Aarhus!
Die Band kommt aus Berlin und ist das Debütprojekt der jungen, in Berlin lebenden Sängerin Valeria Dele, die in Minsk als Tochter belarussischer und äthiopischer Eltern geboren wurde.
Ihr klangvoller Spoken-Word-Gesang bewegt sich zwischen den harmonischen Wortspielen von Jayne Cortez, Funk im Stil von Meshell Ndegeocello und zeitgenössischen Hip-Hop-Experimenten. Sie wechselt ständig zwischen verschiedenen Rollen hin und her und nähert sich dem Zuhörer aus mehreren Perspektiven. Ihre Flexibilität ist verblüffend. Zusammen mit einigen der jüngsten Vertreter der Berliner Jazzszene groovt, liebkost und verstört KOOB zugleich.
Die Veranstaltung ist Teil des Aarhus Jazz Festivals.

Marion Poschmann: Die Kieferninseln
07.05.2026, 16:30 Uhr
Gilbert Silvester steigt in einer absurden Kurzschlusshandlung ins erstbeste Flugzeug nach
Japan. Dort fallen ihm die Reisebeschreibungen des klassischen Dichters Bashō in die Hände,
und plötzlich hat er ein Ziel: Wie die alten Wandermönche möchte auch er den Mond über den
Kieferninseln sehen. Auf der traditionsreichen Pilgerroute könnte er seine innere Unruhe
hinter sich lassen. Doch noch vor dem Start trifft er auf den Studenten Yosa, der mit einer
ganz anderen Reiselektüre unterwegs ist: dem Complete Manual of Suicide.
Die Kieferninseln ist ein Roman von meisterhafter Leichtigkeit: tiefgründig, humorvoll,
spannend, zu Herzen gehend.
Marion Poschmann zählt zu den bedeutendsten Stimmen der deutschsprachigen
Gegenwartsliteratur. Neben Prosa veröffentlichte sie auch Gedichtbände und wurde mit
zahlreichen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Deutschen Buchpreis (Shortlist), dem
Wilhelm-Raabe-Literaturpreis und dem Berliner Literaturpreis.

19. - 23. April 2026, Øst for Paradis
Zum siebzehnten Mal in Folge präsentieren die Deutschen Filmtage ein vielfältiges Panorama des aktuellen deutschen Films und laden zu Gesprächen mit den Filmemacher*innen ein: Vom 19. bis 23. April zeigen wir acht sorgfältig ausgewählte Filme im Grand Teatret in Kopenhagen, im Øst for Paradis in Aarhus und im Cafe Biografen in Odense.
Die thematische Spannweite des Programms ist groß und reicht von persönlichen Krisen bis hin zu weltpolitischen Ereignissen. Viele der Filme haben bereits international Furore gemacht und wir freuen uns darauf, sie nun einem dänischen Publikum zu präsentieren. Filmveteran Christian Petzold kehrt mit Miroirs No. 3 zurück auf die Leinwand, der ebenso wie Kirill Serebrennikovs Das Verschwinden des Josef Mengele beim Festival in Cannes uraufgeführt wurde. Frédéric Hambaleks Was Marielle weiß, Faraz Shariats Staatsschutz und Petra Volpes Heldin wurden erstmals bei der Berlinale vorgestellt, letzterer wird unser diesjähriges Festival eröffnen. Nicht zuletzt fand Ildikó Enyedis Silent Friend in Venedig große Beachtung. Weitere Informationen zu den einzelnen Filmvorführungen der Deutschen Filmtage 2026 im Øst for Paradis finden Sie hier: Øst for Paradis
Die Deutschen Filmtage werden in Zusammenarbeit mit dem Goethe-Institut Dänemark, Grand Teatret/Camera Film, der Deutschen Botschaft und Copydan/NabolandsKanalerne organisiert. Mit freundlicher Unterstützung von German Films und der Stadt Odense. Sponsoren: Kulturgesellschaft Aarhus, Rejselandet Tyskland, Manfred & Co., BEUMER
Group, Advores und freiberufler.dk.

12. März 2026, 19-20:45 Uhr
Anlässlich des Weltfrauentags laden die Kulturgesellschaft Aarhus und die Feminist Group von Mellemfolkeligt Samvirke Aarhus zu einer kostenlosen Vorführung des Films „Die Unbeugsamen“ ein.
„Die Unbeugsamen“ erzählt von mutigen Frauen, die die Politik nicht allein den Männern überlassen wollen. Waren es in den Anfangsjahren der Bonner Republik zunächst nur Einzelkämpferinnen, bestanden seit den 1960er Jahren immer mehr Frauen darauf, als Politikerinnen ernstgenommen zu werden. Sie waren konfrontiert mit massiven männlichen Abwehrreaktionen, die von Vorurteilen bis zu offener sexueller Diskriminierung reichten. Die teilweise schockierenden Archivaufnahmen belegen, wie ungeniert viele Männer die Politikerinnen verhöhnten, beleidigten und bedrohten. Der Journalist Torsten Körner hat mit vielen Frauen, die die westdeutsche Politik bis zur Wiedervereinigung entscheidend geprägt haben, gesprochen. Entstanden ist eine emotional bewegende Chronik, die nichts an Aktualität eingebüßt hat: 2020 ist der Frauenanteil im Bundestag erstmals seit langem wieder gesunken. Daher endet der Film nicht von ungefähr mit der deutlichen Warnung von Annemirl Bauer: „Frauen, wenn wir heute nichts tun, dann leben wir morgen wie vorgestern.“ (Text: Vision Kino - Die Unbeugsamen)

Donnerstag, 29. Januar 2026, 17:30-19 Uhr
Kammermusiksalen, Det Jyske Musikkonservatorium,
Skovgaardsgade 2C. Auch Zutritt durch Musikhuset
